Februar 2012 - Juli 2012


Patrik Hábl, dreiteilige Ausstellungsreihe
Celebration of Painting = 3xC+3xP


Colour / Painting: 10. Februar bis 22. März

Vernissage am Do, 9. Februar 2012, 19–21 Uhr

Cube / Pixel: 30. März bis 21. Juni
Vernissage am Do, 29. März 2012, 19–21 Uhr

Copy / Plagiarism: 29. Juni bis 28. Juli

Vernissage am Do, 28. Juni 2012, 19–21 Uhr


Malerei als das Auflösen einer Gleichung

Den tschechischen Maler und Konzeptkünstler PatrIk Hábl präsentiert die Galerie Kalt in einem dreiteiligen Ausstellungszyklus dem Münchner Publikum. Für Patrik Hábl, der in seinem Heimatland zu den festen Größen der zeitgenössischen Kunstszene zählt, bedeuten diese Einzelausstellungen s eine München-Premiere. Dem gesamten Zyklus gibt Patrik Hábl den Titel „Celebration of Painting (Feier der Malerei) =3xC + 3xP“. Was verbirgt sich hinter dieser Gleichung? Wie lässt die Gleichung sich lösen oder auflösen? Welche Ansätze zu ihrer Lösung oder ihren Lösungen gibt uns der Künstler an die Hand?

Im Unterschied zur strengen Mathematik sind „C“ und „P“ in Hábls Gleichung keine Konstanten, sondern – freilich genau definierte Variabeln neben der universalen Variablen „x“. In der Auftaktausstellung sind unter „C“ und „P“ die Farbe (colour) und die Malerei als künstlerisches Handwerk (painting) zu verstehen. In der zweiten Ausstellung des Zyklus’ verwandeln sich die beiden paradoxen Konstanten in „cube“ (Quader, verstanden als der dreidimensionale Ausstellungsraum an und für sich) und Pixel, die sichtbare Grundeinheit des Computerbildschirms. In der Schlussveranstaltung der Ausstellungsreihe transformieren sich die beiden Buchstaben noch einmal, diesmal zu „Copy“ (Kopie) und „Plagiarism“. Was im Deutschen nicht nachvollziehbar ist, wird in der lingua franca des 21. Jahrhunderts, dem Englischen, sofort als Wortspiel und Buchstabenkombinatorik sichtbar. Neben seiner Tätigkeit als Maler und Konzeptkünstler tritt Patrik Hábl hier auch als Sprachspieler auf.

Die Ausstellungsreihe findet in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum in München statt.


Cube / Pixel: 30. März bis 21. Juni
Vernissage am Do, 29. März 2012, 19–21 Uhr

Der Mittelteil von Patrik Hábls Münchner Ausstellungstrilogie verwandelt die Galerieräume in ein begehbares Kunstwerk. Standen in der Eröffnungsausstellung „p“ für „painting“ und „c“ für „colour“, so transformieren sich jetzt die beiden Chiffren in „cube“ und „pixel“. Als „cube“ betrachtet der Künstler dabei den Galerieraum selbst. Hier schwingt eine gewisse Nähe zum Konzept des „white cube“ mit, das in den letzten Dezennien den Museumsbau wie ganz generell die Debatte um den Ausstellungsraum von Werken der Bildenden Künste geprägt hat. Das Konzept des „white cube“ forderte den abstrakten Raum ein, in dem nichts, vor allem nicht der Raum selbst, von der Betrachtung der präsentierten Kunstwerke ablenkt. Die Idee des tschechischen Konzeptualisten, der Patrik Hábl auch ist, vom „cube“ unterscheidet sich dabei deutlich vom westlich geprägten Konzept des „white cube“. Für Hábl und seine Frau Anna Hablová, die als ausgebildete Architektin bei den konzeptuellen Werken auch seine Arbeitspartnerin ist, bedeutet der Galerieraum ein dreidimensionales Bild. Der Maler in ihm erinnert daran, dass ein Gemälde eben im präzisen Sinn kein zweidimensionales Objekt ist, sondern durchaus ein dreidimensionales Raumkunstwerk, also auch ein „cube“.

Unter „pixel“ versteht der Künstler in Übereinstimmung mit dem allgemeinen Sprachgebrauch die kleinste Bildeinheit eines digital erzeugten Bildes. In der normalen, leicht unscharfen Alltagswahrnehmung werden wir des Pixels gar nicht mehr gewahr. Nur bei Bildfehlern, etwa einer falsch gewählten Bildauflösung, bemerken wir den pixelhaften Aufbau der Bilderwelten, die uns umgeben. Dafür hat sich im Sprachgebrauch das Wort „verpixelt“ eingebürgert. Gerade der Umstand, dass wir zwischen der digitalisierten Pixelwahrnehmung und analoger Wahrnehmung, wie sie unser Auge als Sinnesorgan anbietet, kaum mehr zu unterscheiden wissen, alarmiert den Maler, der stets ein Fachmann für sinnliche Wahrnehmung war, ist und sein wird. Es droht ein Element von Bildwahrnehmung als Bildwahrheit verloren zu gehen. Der bloße Protest gegen das digitale Bild und die Veränderungen der Wahrnehmungsformen, die es mit sich bringt, ist dabei vergeblich, anachronistisch, bestenfalls von einer sympathischen Naivität geprägt. Der bildende Künstler muss hierbei andere, durchreflektiertere Wege einschlagen.

Patrik Hábls Konzept des Galerieraums als „cube“ (Würfel) verwandelt diesen auch in einen digitalisierten Bildraum, bestehend aus einer Anhäufung von Pixeln. Das aufmerksame Auge des Künstlers fiel dabei auf die quadratischen Fußbodenfliesen der Galerie im Format von 30 zu 30 cm. Sie bilden die Grundeinheit für Hábls selbstdefinierte Pixelwelt. Leinwände in Vervielfachungen des Grundmaßes werden gezeigt. Doch was ist auf ihnen zu sehen? Gerade nicht Pixel, wie es das Digitalbild erforderte. Je größer dort das einzelne Pixel wird, desto unschärfer, informationsärmer wird im Übrigen dann das Digitalbild, das sich aus ihnen zusammensetzt. Doch bei den „Patrik-Pixeln“ verhält es sich anders: Die Wahrnehmung wird hier nicht gröber, sondern feiner und stößt in mikroweltliche Strukturen, Oberflächenphänomene und Formspiele vor. Was das technisch-physikalische Pixel ausscheiden muss, das darf das künstlerische Pixel imaginieren.

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Colour / Painting: 10. Februar bis 22. März
Vernissage am Do, 9. Februar 2012, 19–21 Uhr

Zwar befasst sich die erste Ausstellung explizit mit der Malerei, aber Patrik Hábl, Jahrgang 1975, möchte sie nicht als Retrospektive, sondern vielmehr als eine Einführung in sein malerisches Handeln und künstlerisches Denken verstanden wissen. Ausgebildet an der Kunsthochschule in Uherské Hradliste und an der Prager Akademie für Kunst, Architektur und Design, zeigt der Maler hier Gemälde, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind. In der Mehrzahl entstammen sie den beiden Werkreihen „Lightness“ (Helle, Leichtigkeit) und „Degree of Intensity“ (Intensitätsgrade). Die Malerei versteht Hábl als eine Tätigkeit, die sich den Grundlagen der Wahrnehmung widmet. Der Maler lässt auf einem definierten Raum Gestalten und Formen entstehen. Vom Raum der Alltagserfahrung unterscheidet sich der Malraum durch seine Reduktion auf das Zweidimensionale. Abstraktion ist also in dieser Sicht der Dinge jeder Malerei, jedem Gemälde von Beginn an eingeschrieben. Genau deshalb kann aber Patrik Hábl in seinen Werken diesen Weg fortschreiten, indem er etwa auf die Relation von Leere und Materie im Gemälde reflektiert. Auch von den traditionellen Werkzeugen des Malers, Pinsel und Spachtel, löst sich Hábl, um den Pigmentpartikeln und ihren Trägermedien ihr Eigenleben zu lassen. Mit dem Begriff des Pigment ist aber etwas angesprochen, dass sich zum Grenzbegriff der Malerei eignet und nach Erforschung drängt – das Phänomen der Farbe selbst. Wann wird Farbe zur Farbe? Es verwundert daher nicht, dass der tschechische Malforscher gerne mit Leinwänden arbeitet, die in der Nichtfarbe Schwarz grundiert sind, vor der sich seine Farbexperimente im wahrsten Sinne des Wortes zeigen.

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Oktober 2011 - Januar 2012


Jin Young Lee, "The Sensibility of Today"
20.10.2011 - 20.01.2012

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Februar 2011 - März 2011


Lothar Götter, "Holz, Heimat, Haupt"
18.02.11 - 30.06.11

Holz
18.02.2011 - 03.05.2011

Gesichtsbuch
04.05.2011 - 30.06.2011

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November 2010 - Januar 2011


WON ABC, "Zug um Zug"
18.11.10 - 29.01.11

"WON ABC war zu Beginn der 80er Jahre einer der ersten in Europa, die sich den öffentlichen Raum auf Wänden und Zügen illegal für ihre Ausdrucksmittel eroberten. Später studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München und wurde Meisterschüler bei Prof. Robin Page.
Die Galerie Kalt zeigt eigens für die Räumlichkeiten der Galerie konzipierte Werke von WON ABC, die aus einer Mischform von Fotoarbeiten und Malerei bestehen. "Das Formelement des Züges, des bekanntesten Trägermediums von Graffiti und deren Weltsicht, spielt dabei eine bedeutende Rolle. Der Galerieraum, angesiedelt an der Schwelle von privat zu öffentlich wirkt als Herausforderung und eröffnet neue Möglichkeiten im leicht gebändigten Chaos. Wons raumverwandelnde, skulptural gedachte Installation sorgt für eine Überraschung." Rüdiger Heise

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Mai 2010 - September 2010

Jai Young Jeong, Malerei
TLAK, Malerei


Der südkoreanische Maler Jeong kontrastiert geordnetes und ungeordnetes Weiß.
Er bearbeitet visuell unbesetzten Raum mit Pinselstrichen, Schriftzeichen und Abdrücken. Dabei entstehen dunkel verdichtete Bereiche, die erneut von weißen Schichten und von Symbolen überlagert werden. Untergrund, Zeichnung und Fläche verweben sich zu einer Ebene. Farbe wird äußert zurückhaltend verwendet.
In manchen Momenten erscheinen beim Betrachten seiner Bilder Andeutungen von Gräsern, Ästen oder Steinen, die aber sofort wieder hinter der weißen Leere zurücktreten. Professor Jeong, Jai Young versteht sich als Naturalist.

In den neuen Arbeiten von Tlak wird die Natur in ihre kleinsten Elemente, Teilchen zerlegt und durch sie betrachtet.
Als Kreise und andere Formen schweben sie durch den Raum und zeigen die Farbenfreude der Natur.

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November 2009 - Mai 2010


Ingrid Floss & Jin Young Lee, "Dialoque in Colour "
12.11.09 - 31.03.10

Introduction
(written in english by Nina Kalt)

 
     
 

Ingrid Floss war bis 2004 Meisterschülerin bei Prof. Zeniuk an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie auch heute lebt und arbeitet.
"Die Farben sind Stellvertreter für Gedanken, die mir durch den Kopf schießen, auf- und abtauchen wie bunte Lichter, manchmal zu grell und schrill und dann wird der Blick wieder frei für das, was darunter liegt."

 
     
 

Jin Young Lee ist eine südkoreanische Malerin. Sie beendete 2000 ihre Ausbildung in den USA an der School of the Museum of Fine Arts in Boston und 2003 an der Tufts University in Medford. Danach kehrte Jin Young wieder zurück nach Seoul.
Lee sieht in der Zunahme der durch Medien verbreiteten visuellen Werte den entscheidend verändernden westlichen Einfluss. Die Werte der koreanischen Kultur, wie Spiritualität und Meditation, werden durch schnelllebige farbige Eindrücke überlagert.

 
     
 

Dialoque in Colour
Lee und Floss verbindet die unbegrenzte Freude an Farbe. Die beiden Künstlerinnen zeigen neben ihren eigenen Bildern auch Arbeiten, die für diese Ausstellung in einer räumlichen Entfernung zwischen München und Seoul gemeinsam gemalt worden sind. Während des Malprozesses wurden die Zwischenstufen per Post ausgetauscht.
Die Südkoreanerin Jin Young, Lee hat über ihre Eindrücke während der gemeinsamen Malerei geschrieben: »Als ich Ingrids Papierarbeiten bekam, habe ich sie ausgebreitet und lange betrachtet. Sie waren stark und frei, genauso wie ihre Bilder auf der Leinwand. Sie sprachen zu mir klar, ohne blumige Worte. Einige Arbeiten schienen die magnifikante Natur der deutschen Wälder einzufangen, andere drückten den Genuss des täglichen Lebens aus. Ich antwortete mit meiner Erfahrung des aufregenden, komplexen Daseins in einer pulsierenden Großstadt. Wir führten einen spannenden, tiefen Dialog, der in keiner anderen Sprache möglich gewesen wäre.«

 

Reihe oben: Jin Young Lee begann in Seoul > Ingrid Floss antwortete in München
Reihe unten:Ingrid Floss begann in München > Jin Young Lee antwortete in Seoul


Juli 2009


Ji In Park, Malerei
02.07.09 - 30.07.09

Der 29 Jahre alte Südkoreaner Ji In Park hat in Deutschland den Freiraum gefunden, in dem er nach der Authentizität seiner Malerei im Dialog mit den Sinnverwandten und im Kampf um das Bild suchen kann. Auf dem Weg der Entwicklung kommen ihm die Fragen auf, was habe ich bereits gelernt, was kann ich damit tun und wohin gehe ich weiter. Er geht den Weg fern von seiner Heimat und ist ihr doch so nah. Ende dieses Jahres beendet Ji In sein Studium bei Prof. Jerry Zeniuk an der Akademie der bildenden Künste in München. Das bisher Erreichte ist sehr beeindruckend.

 
     
 


Dezember 2008 - März 2009

Jin Young Lee, Malerei
26.12.2008 - 12.03.2009

Jin Young Lee wurde 1974 in Seoul geboren, zu einer Zeit, in der die Industrialisierung und Urbanisierung Koreas mit enormer Geschwindigkeit voranging. Durch die Formung eines kapitalistischen Wirtschaftssystems veränderte sich das Land entscheidend. Westliche Kultur bestimmte mehr und mehr das Stadtbild und die Bedürfnisse der Menschen. Neu geschaffene Infrastrukturen und der Ausbau der Medienlandschaft trugen wesentlich zu der schnellen Akzeptanz der westlichen Kultur und dem Wandel innerhalb der koreanischen Gesellschaft bei.

Lee beschreibt ihre Generation, die zwischen Leuchtreklamen, Werbeplakaten und pausenloser visuellen Information groß geworden ist, als sehr westlich geprägt und wenig beeinflusst von traditioneller koreanischer Kultur. Für ihre Generation sind Fernsehen und Computermonitore die Fenster zur Welt. Durch diese Medien haben die jungen Koreaner gelernt, die Welt zu verstehen, und es gibt kein Zögern oder Zweifeln, die durch die Medien verbreiteten Informationen und Werte zu akzeptieren.

Lee sieht in dieser Zunahme der visuellen Werte den entscheidend verändernden westlichen Einfluss und die eigentliche Diskrepanz zur koreanischen Kultur. Die nicht visuellen höchsten Werte asiatischer Kultur, wie Spiritualität und Meditation, werden durch schnelllebige oberflächliche visuelle Eindrücke überlagert.

Diese Diskrepanz thematisiert Jin Young Lee in ihren Arbeiten. Sie nähert sich dabei nicht von einem kritischen Standpunkt, sie möchte selbst nicht werten, sondern Werte verbinden. Während ihrer zehnjährigen Ausbildungszeit in den Vereinigten Staaten machte sie die Erfahrung, dass sich die Qualität ihrer koreanischen Lebenskultur nicht von der amerikanischen Lebenskultur unterscheidet, sondern sie sich vielmehr gegenseitig abstimmen und ergänzen.

Die Wahrnehmung und Ergänzung von Qualitäten und Werten zeigt sich in ihrer Malerei, die eine innere Abstimmung der verschiedenartigen kulturellen Erfahrungen visualisiert.

 
     
 


Oktober 2008 - Dezember 2008

Ausstellungskomplex "abstract"
09.10.08 - 21.12.08

Jai Young Jeong, Malerei
Doo Shik Lee, Malerei
Jae B
ok Lee, Collagen
Jin Young Lee, Malerei
Ki Woong Park, Stahlobjekte

Der erste Ausstellungskomplex mit dem Thema "abstract" präsentiert in fünf aufeinander folgenden Einzelausstellungen Arbeiten von renommierten südkoreanischen Künstlern. Sie sind engagierte und international aktive Protagonisten zeitgenössischer koreanischer Kunst. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen und Schauplätzen zwischen Moderne und Tradition eröffnet einen spannenden Dialog über das "to do and not to do" zeitgenössischer westlicher Kunst.

Jai Young Jeong (1964) ist Professor am Chonbuk National University College of Arts. In den 1990ern initiierte er die Gruppe "Gold Apple", die für den Aufbruch einer neuen Künstlergeneration steht.
Jeong versteht sich als Naturalist. Seine Arbeit sieht er nicht in Tradition verhaftet und die von ihm geschaffenen Zeichen und Formen nicht symbolisch. Seine kleinteiligen schwarzen, teils farbigen Spuren, die er auf weiten weißen Flächen hinterlässt, umschreiben die Natur, die er als Mensch verkörpert.

Doo Shik Lee (1947) zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstlern Südkoreas. Professor Lee leitet den Bereich Kunst an der Hongik-Universität und ist offizieller Beauftragter des südkoreanischen Außenministeriums für Kunstangelegenheiten.
In Lees spannungsreichen Kompositionen verdichtet sich expressionistische Malerei mit leerem unbearbeitetem Raum, "Yeobaik". Mit starken dominierenden Farben und einer explosiv impulsiven Zeichnung katapultiert Lee 600 Jahre koreanische Gestaltgesetze in die heutige Zeit.

Jae Bok Lee (1958) ist Professor für "Plastic Art" an der Suwon University. Er studierte in Paris und promovierte an der Hanyang Universität, Seoul.
Mit Halmen und Fäden fügt Lee gefärbtes Papier und zerfledderte Buchseiten zu flächig malerischen Objekten aneinander. Die umrissene Form erinnert an die geschwungene Strenge von Schriftzeichen, das fließend leichte Material dagegen an Tuschmalerei. Lee gelingt es, das Verhältnis von Form, Bewegung und Leere traditioneller asiatischer Malerei in zweidimensionale Objekte umzusetzen.

     


Jin Young Lee (1974) ist Dozentin an der Hongik-Universität. Sie studierte in Boston und Medford, MA, USA. Ihren Master of Art schloss sie 2003 an der Tufts Universität ab. Lee kontrastiert in ihrer Malerei die "Schönheit" der Reize einer vibrierenden Großstadt mit der "Schönheit" von Gelassenheit und geistigem Frieden in der Natur. Die fast schwebenden formlosen Farbflächen, akzentuiert sie mit abstrahierten Zeichen und zügigem Farbauftrag.

Ki Woong Park (1958) steht als Künstler, Kurator und Kunstprofessor für ein bestimmendes und auf höchster Qualität basierendes Kunstverständnis. Die Suche nach neuen Ansätzen und fundierte Kenntnis der maßgeblichen Kunsttheorien sowie handwerkliches Können sind Schwerpunkte seiner Arbeit. Parks Malerei mit flüssigem Stahl, in dem er Pigmente auflöst und bindet, thematisiert die Zerwürfnisse unserer Gesellschaft. Die Sicherheit und Relevanz von materiellen Werten wird durch seine "Stahlmalerei" infrage gestellt.